Forschung

Forschungsschwerpunkte:

  • Funktionelle Charakterisierung von kleinen RNA-Molekülen (sRNA) Molekulare Mechanismen der RNA- vermittelten Genregulation
  • Charakterisierung von microRNAs und long noncoding RNA in Maus und Mensch
  • Interaktion von pathogenen Bakterien und Wirtszellen
  • Transkriptomanalyse nach Infektionen

Im Mittelpunkt der Forschung steht die funktionelle Charakterisierung von kleinen regulatorischen RNAs mit Hinblick auf die bakterielle Virulenz und die Wechselwirkung pathogener Bakterien mit den befallenen Wirtszellen. Dabei wenden wir ein ganzes Spektrum molekularer, biochemischer und genetischer Methoden sowie Bioinformatik an.

Uns interessieren besonders die molekularen Mechanismen der Regulation, wie solche nichtkodierenden RNA-Moleküle regulatorisch in die bakterielle Genexpression eingreifen. Die untersuchten Bakterien sind unter anderem der Durchfallerreger Salmonella, aber auch Staphylokokken und der Magenkeim Helicobacter.
In diesen Krankheitserregern haben wir zahlreiche neue RNA-Moleküle entdeckt. Diese Erkenntnis zeigt neue Ansatzpunkte für die Entwicklung antibakterieller Therapien und für die Diagnostik von Infekten.

Neben bakteriellen RNAs, die für die Interaktion mit dem Wirt wichtig sein könnten, sind wir auch an nichtkodierenden RNAs auf der eukaryontischen Seite interessiert. Hier suchen und charakterisieren wir insbesondere microRNAs und sogenannte long noncoding RNAs, die in der angeborenen Immunantwort für die Abwehr von bakteriellen Infektionen wichtig sein könnten.

Weitere Forschungsfelder sind RNA-bindende Proteine und die Anwendung von neuartigen Hochdurchsatz-Sequenzierungsmethoden (RNA deep sequencing) zur parallelen Analyse von Transkriptomen im Erreger und Wirt.